Jeder Bürger in Deutschland muss sich seit 2007 Krankenversichern. Dazu gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV).

Alle Arbeitnehmer und Angestellten, deren Bruttogehalt unter der
Beitragsbemessungsgrenze (2007 sind das 47700 €) liegt, müssen sich gesetzlich Krankenversichern. Wer mehr verdient und alle anderen Berufsgruppen können eine PKV wählen.
Es gibt zurzeit ca. 240 GKV zwischen dehnen der Kassenpatient wählen kann. Ein Krankenkassenwechsel innerhalb der GKV ist unter Beachtung der Kündigungsfrist immer möglich.
Der Versicherungsbeitrag der GKV richtet sich nach dem Bruttogehalt des Versicherten. Davon wird ein bestimmter prozentualer Anteil erhoben. Etwa 50 % davon zahlt der Arbeitgeber. Der Krankenversicherungsbeitrag liegt zwischen 12 % und 16 %.
Bei jeder GKV gibt es Sonderkündigungsrecht, wenn der Beitrag erhöht wird.
In der PKV hat der Versicherungsbeitrag keinen Bezug zum Einkommen. Seine Höhe ist an folgende Kriterien gebunden; gewünschte Versicherungsleistungen, Eintrittsalter und Geschlecht des Versicherten, gesundheitlichen Risiken und die jeweiligen Versicherungsbedingungen des Anbieters. Auch hier zahlt der Arbeitgeber etwa 50% der Beiträge.Der Krankenkassenwechsel zwischen den PKV ist bis 57 Jahre immer möglich, aber wenig sinnvoll. Da das Eintrittsalter und eventuelle gesundheitliche Risiken für die Beitragshöhe ganz entscheidend sind ist jeder Wechsel in der Regel immer mit höhern Beiträgen verbunden. Der Privatpatient muss vorher genau prüfen, weil eine Vertragsbindung in der Regel lebenslang bleibt.

Der Krankenkassenwechsel von der PKV zur GKV ist nur noch unter besonderen Bedingungen bis 57 Jahre möglich (Harz IV). Bei finanziellen Problemen muss der Privatpatient in einen Basistarif seiner PKV wechseln, wo es ähnliche Leistungen wie in der GKV gibt.Die Beiträge der PKV können im Alter wegen ungenügender Altersrückstellungen enorm steigen. Hier ist es günstig, wenn die Privatpatienten diese finanziellen Mehrausgaben mit einer Kapitalbildenden Lebensversicherung abfedern können.

Juni 21, 2010 at 4:37 pm by Thomas Trimmel
Category: Finanzen & Wirtschaft, Versicherungen