Die Lederhose ist besonders in der kurzen und knielangen Form beliebt und weit verbreitet. Die kurze Lederhose wurde damals vorwiegend zur Jagd und zur Arbeit getragen. Die Kniebundhose wurde vorwiegend zu festlichen Anlässen getragen. Besonders typisch für diese Art von Herren Trachten ist die kunstvolle Verzierung mit Stickereien und die Hosenträger mit Latz, der vermutlich auf sehr alte europäische Traditionen zurück zu führen ist. Ebenso bezeichnend für die Hosen sind die speziellen Nähte und die Taschen, von denen eine zur Unterbringung eines Jagdmessers dient. Als Accessoire werden die sogenannten Haferlschuhe und spezielle Trachtensocken getragen. Als Oberbekleidung dient meist ein kariertes oder besticktes Hemd.
Besonders verbreitet sind Lederhosen im Deutschland vor allem im südlichen Bayern und in München. Nördlich von München werden Damen und Herren Trachten auch getragen, allerdings sind sie dort nicht im üblichen Sinne Tracht, sondern haben dann eher modischen Charakter. In verschiedenen Teilen Bayerns wird die Lederhose immer noch als Alltagskleidung getragen und nicht nur zu speziellen Anlässen hervorgeholt. Dabei wird bei der traditionellen Kleidung besonders auf die Fertigung und die Qualität Wert gelegt, denn schließlich sind Trachten immer beliebter geworden und werden so natürlich auch in Masse gefertigt. Wo Lederhosen und Trachten Dirndl noch täglich getragen werden, da wird noch von Hand gearbeitet. Es wird Maß genommen und für die Hosen wird das Leder ausgewählt. Auch die Länge und die Form der Hosen oder dirndl kann der Käufer vor der Anfertigung bestimmen.
Trachten die in Handarbeit entstehen tragen immer noch eine Portion Traditionsbewusstsein mehr in sich, als andere. Lederhosen für Herren und Trachtenmode für Damen sind also stark traditionsbehaftet und gleichzeitig modischer Trend, der gern zu besonderen Anlässen und auf Volksfesten getragen wird